Hausstaub-Allergie?
Personen, die allergisch auf Hausstaub reagieren, brauchen nicht auf daunen- und federngefüllte Bettwaren zu verzichten, denn Hausstauballergien sind für Daunen- und Federbetten kein Thema!
Immer wieder wird ein Zusammenhang behauptet zwischen dem Auftreten allergischer Reaktionen auf Hausstaubmilben und der Verwendung federn- und daunengefüllter Bettwaren. Viele Ärzte und Textilexperten raten allergiegefährdeten Patienten und Kunden generell dazu, diese Bettwaren gegen solche mit anderen Füllmaterialien auszuwechseln.
Aufgrund neuer wissenschaftlicher Ergebnisse muß dieses Vorurteil über negative Eigenschaften von Daunen- und Federbetten jedoch vollständig revidiert, ja sogar ins Gegenteil umgekehrt werden.
Nach repräsentativen Untersuchungen in Mitteleuropa, bei denen Hunderte von Wohnungen, Schlafzimmern, Betten, Bettdecken und Kopfkissen auf Hausstaubmilbenbefall und Allergengehalt überprüft wurden, steht fest:
- Federn- und daunengefüllte Bettdecken und Kopfkissen sind kein bevorzugter Aufenthaltsort für Hausstaubmilben. Innerhalb dieser Bettwaren finden sich bei normaler Pflege praktisch keine Milben, da das dichte Hüllengewebe eine nahezu undurchdringliche Barriere für diese Tiere ist.
- Die für den Menschen günstigen Wärme- und Klimaverhältnisse der Daunendecken (schneller Wärmeaufbau während des Schlafes, schneller Feuchtigkeitsabbau bei Lüftung) sind für die feuchtigkeitsabhängigen Milben auch aus diesem Grunde ein sehr ungünstiger Standort.
- In jeder Wohnung und in jedem Schlafzimmer finden sich fast unvermeidlich Hausstaubmilben. Sie ernähren sich direkt vom Menschen, von den winzigen Hautschüppchen, die jeder Mensch unvermeidlich und ständig verliert. Federn und Daunen stellen dagegen keine Nahrung der Milben dar.
Die umfangreichen wissenschaftlichen ökologischen Untersuchungen über Auftreten und Verbreitung von Hausstaubmilben in allen Klimazonen Europas zeigen eindeutig, dass Federn- und Daunendecken weder als Standort noch als Nahrungsquelle für Hausstaubmilben eine Rolle spielen.
Es gibt daher weder wissenschaftliche noch praktische Gründe, einem Hausstaubmilbenallergiker von der Benutzung von Federn- und Daunenbetten abzuraten.
Gute Nachrichten für Allergiker
Allergiker und Asthmatiker können aufatmen: Auch sie brauchen auf den natürlichen Schlafkomfort, den Daunen und Federn bieten, nicht zu verzichten.
Neueste Untersuchungen auf dem Gebiet der allergischen Erkrankungen zeigen:
- Daunen und Federn sind nicht - wie oft fälschlich angenommen - Ursache für Hausstaubmilben-Allergien.
- Daunen und Federn verursachen keine allergischen Reaktionen der Atemwege, wie Asthma und Heuschnupfen.
Es gibt also auch für Allergiker und Asthmatiker keinen Grund, Daunen und Federn zu meiden. Ein solcher Verzicht bedeutet lediglich einen Nachteil für den Schlafkomfort.
Quellen:
„Gutachten zur Einschätzung der Relevanz der Bettfedern- (Keratin) Allergie“
Prof. Dr. med. Hofmann, Leiter des Institutes für Kinderheilkunde, Universitätsklinik Frankfurt a.M.
„House dust mite allergen in pillows“,
Gutachten der Wellington Asthma Research Group, Wellington School of Medicine, New Zealand.
„Ökologische Untersuchungen zur Hausstaubmilbenallergie“
Prof. Dr. Dr. H. W. Jürgens, Anthropologisches Institut der Universität Kiel.


