Bettdecken unter der Lupe!
Das Klima unter der Bettdecke stellt neben den Matratzeneigenschaften das wichtigste Kriterium für den menschlichen Schlafkomfort dar.
Das Zusammenspiel der menschlichen und der Material-Eigenschaften bei der Entstehung des Betthöhlenklimas wird durch die Gesetzmäßigkeiten der Thermoregulation des Menschen bestimmt.
Ganz wesentlich wird das Mikroklima in der Betthöhle beeinflußt durch die Klimasituation im Schlafraum und die Ausgestaltung der Bettdecke.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung, die 1992 an der Universität Kiel durchgeführt wurde, wurde vor allem untersucht, welche Einflüsse die Bettdecke auf das Mikroklima in der Betthöhle hat.
Die isolierende Wirkung einer Bettdecke hängt hauptsächlich ab von:
- dem Füllmaterial (z.B. Daunen und Federn)
- der Füllmenge (in g)
- der Steppart (z.B. Verarbeitung der Innenstege, Geometrie der Steppung)
- dem Bauschverhalten, also der Fähigkeit der Füllung, die Luft zu binden, da dieses Luftpolster für das Isolationsvermögen der Decke äußerst wichtig ist.
- der Anschmiegsamkeit (d.h. wie die Decke die Fähigkeit besitzt, sich den Formen des Schläfers und seinen Bewegungen anzupassen).
Im Rahmen einer Untersuchung mit Versuchspersonen wurden 14 Bettdecken untersucht, die sowohl im Hinblick auf das verwendete Material als auch in bezug auf die Füllmenge das gegenwärtig am Markt vorhandene Angebot an Bettdecken wiedergeben (z.B. Füllungen aus Tierhaar, Seide, Synthetik, Federn und Daunen).
Bei einem Test mit vergleichbaren Decken wurde vor allem untersucht, ob die Behauptung stimmt, dass unter Federbetten ein "Hitzestau" entsteht.
Ein Hitzestau ist durch eine Erhöhung der Kerntemperatur des Menschen charakterisiert, so dass sich der Schläfer nicht mehr in seinem Bett wohlfühlt, d.h. die Zudecke wäre hier nicht dazu in der Lage, in geeigneter Form temperatur-ausgleichend zu wirken. Die durchgeführten Tests mit verschiedenen Zudecken konnten jedoch eindeutig zeigen, dass unangemessen hohe Temperaturen in der Betthöhle unter normalen Schlafraumbedingungn bei keinem Füllmaterial - auch nicht bei Federbetten - auftreten.
Mit Daunen und Federn gefüllte Bettdecken sind in der Lage, bei einem niedrigen Füllgewicht eine hohe Wärmeisolation zu erreichen. Dieses vergleichsweise geringe niedrige Füllgewicht ist ein für den Schlafkomfort äußerst bedeutsamer Einflußfaktor.
Ein weiteres wichtiges Kriterium für das Klima in der Betthöhle ist die Luftfeuchtigkeit. Auch hier hat sich gezeigt, dass feder- und daunengefüllte Bettwaren sehr gut in der Lage sind, die Körperfeuchtigkeit aufzunehmen und so weiterzuleiten, dass diese vom Schläfer nicht als unangenehm empfunden wird.
Für diese Versuche wurden drei Gruppen von Versuchspersonen, schwache, mittlere und starke Schwitzer, ausgewählt, so dass das gesamte Spektrum der Anforderungen des Menschen an die Bettdecke erfasst werden konnte.
Im Laufe dieser Schlafuntersuchungen zeigte sich, dass es sehr wichtig ist, dass eine Bettdecke neben ihrer isolierenden, feuchteabsorbierenden und temperatur-ausgleichenden Wirkung noch über eine ausreichende Anschmiegsamkeit verfügt. Da jeder Mensch im Verlauf der Nacht häufig seine Schlaflage wechselt und damit auch ein unbewußtes "Ventilierungsverhalten" - des Körpers im Bett bewirkt, ist es wichtig, dass die Decke sich nach jedem Schlaflagenwechsel wieder optimal anpasst und nicht z.B. durch eine "Tunnelbildung" kalte Außenluft in die Betthöhle strömen lässt.
Federn- und daunengefüllte Bettwaren lassen sich ganz individuell im Hinblick auf die Bedürfnisse des Schläfers herstellen. Hierbei spielen die bevorzugte Raumtemperatur, die Wärmeabstrahlung des Körpers, die Transpirationsneigung und das Bewegungsverhalten während des Schlafes eine Rolle. Durch Variationen der Deckengröße, des Füllgewichts und z.B. der Steppung kann das Bett "maßgeschneidert" werden.
Beim Kauf der jeweiligen Bettwaren ist somit neben der Jahreszeit, der Umgebungstemperatur, der Schlafraumtemperatur ganz entscheidend, welche Anforderungen der jeweilige Schläfer an die Decke stellt.
Menschen die sehr leicht frieren, können sich z.B. durch eine wohlige Daunenfüllung, verarbeitet mit Innenstegen für den Winter, und einer leichten Daunendecke, z.B. verarbeitet mit Punktstepp im Sommer, wirklich optimal ausrüsten.
Eines gilt zu beachten: Zu empfehlen ist in jedem Fall die Komfortgröße für die Zudecke 155 x 220 cm.


